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Die JuLe – Junge Lesben Leipzig – gibt es schon länger: seit Anfang der 90er treffen sich Mädchen und junge Frauen zwischen 14 und 30 Jahren, damals noch unter anderem Namen. Wir sind ein bunt zusammengewürfeltes Grüppchen mit den unterschiedlichsten Begabungen und Interessen, das jedoch eines gemeinsam hat: das Sichhingezogenfühlen zum eigenen Geschlecht.

Wir treffen uns alle zwei Wochen in den Kellerräumen der Aids-Hilfe Leipzig. Während wir uns am übermäßigen Verzehr von mitgebrachten Chips, Keksen, Gummibärchen und einer Vielzahl
von Getränken erfreuen, plaudern wir, spielen Spiele, hören Musik, basteln, planen Ausflüge, malen hin und wieder ein Banner für den CSD und diskutieren natürlich sehr oft über die Vor- und Nachteile des Coming-outs und amüsieren uns über die gängigen Klischees.
Bei unseren Treffen bieten wir einen geschützten Raum für Sorgen und Probleme im homo- und bisexuellen Alltag. Häufige Themen sind die immer aktuellen Klassiker wie: Reaktionen von Eltern und Freunden, die erste große Liebe, berufliche und schulische (Des)orientierung, aber auch Safer Sex und Präventionsarbeit. Da wir alle „in einem Boot sitzen“, können wir voneinander lernen, Erfahrungen austauschen und Tipps und Hilfestellungen leisten. Mit im Gepäck sind aber auch Adressen und Telefonnummern von professionellen Beratungsstellen mit geschulten Mitarbeitern.